Improvisierte Tortilla

Tortilla1Vor 7 Jahren (die Zeit vergeht rasend schnell) durfte ich 3 Monate in Barcelona leben, weil ich dort zur Schule ging. Also ich weiss schon was eine echte Tortilla ist und aus was sie besteht. Ich liebte es, in einem Tapas Restaurant diverse Spezialitäten zu probieren und kann mich gut an ein typisches Tapas-Restaurant erinnern, wo die Tapas noch nicht neumodisch als winzig kleine Portiönchen serviert wurden, sondern in grossen Ton Schalen, so dass jeder am Tisch davon kosten konnte. Tortilla, Patatas Bravas, Calamares … Himmlisch..
Trotz meiner Liebe zur original spanischen Küche wage ich mich hin und wieder an eine improvisierte Version der Tortilla, aus dem einfachen Grund, dass ich meinen Kühlschrank leeren möchte. Im Prinzip ist es dann nichts anderes als ein Omelett mit Kartoffeln. Aber schmeckt wahnsinnig gut und lässt isch auch wunderbar zubereiten.

Zutaten:

4 rohe Kartoffeln
1 Zucchetti
1 Knoblauchzehe
1 kleine Zwiebel
1 EL Öl
3 Eier
1 MP Paprika, Salz, Pfeffer aus der Mühle
10 Cherrytomaten
Reibkäse
Petersilie

Die rohen Kartoffeln an einer Röstiraffel raffeln. Die Zucchini ebenfalls raffeln. Die Knoblauchzehe zerdrücken und die kleine Zwiebel fein hacken. Die Zwiebel und den Knoblauch in etwas Öl kurz anbraten, dann direkt die Kartoffeln dazugeben und gut 10 Minuten anbraten. Die Zucchini beigeben und noch einmal 5-10 Minuten andünsten. Unterdessen die Eier verrühren und würzen und die Cherrytomaten halbieren. Die Eimasse in die Pfanne giessen und die Cherrytomaten hinenlegen. Den Käse darüberstreuen und die ganze Masse 10 Minuten stocken lassen. Danach bei 180°C erneut 10 Minuten in den Ofen.

Mit frischer Petersilie bestreuen und heiss servieren. En Guete!

Tortilla2

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Käsekuchen mit Speck und Frühlingslauch

Käsekuchen1Nach der Zwischensaison hat mein Freund entschieden, dass er nicht mehr im Hotel zu Mittag isst, sondern nach Hause kommt. Unter der Woche bedeutet das, dass wir einen Menuplan aufstellen und vorkochen müssen. Das gibt aber auch einige Vorteile, er spart Geld, wir können jeden Tag zusammen essen und wir können essen was wir möchten und sind nicht auf das eher kalorienreiche Essen vom Hotel angewiesen.
Am Sonntag aber bin ich ja zu Hause und kann etwas schönes zubereiten. Heute gibt es einen Käsekuchen mit Speck und Frühlingslauch. Mein Freund mag nur pikante Kuchen / Wähen und keine mit Früchten. Schade, denn eine Apfelwähe ist auch etwas sehr feines zum Mittagessen.

Ich mache mir das Leben jeweils relativ einfach in dem ich die fertige Käsemischung und den fertigen Kuchenteig kaufe. Nicht, dass ich den Teig oder die Käsemischung nicht auch selbst zubereiten könnte, aber etwas Zeit sparen ist auch schön.

Zutaten:
250g Käsemischung
270g Kuchenteig
3 Frühlingslauch
120g Speckwürfelchen
2 dl Milch
1 dl Halbrahm
50g Mehl
2 Eier
Salz, Pfeffer aus der Mühle und Muskat

Den Frühlingslauch fein schneiden. Die Speckwürfeli kurz anbraten und gut abtupfen. Den Frühlingslauch in derselben Pfanne kurz andünsten. Die Milch, den Rahm, das Mehl und die beiden Eier miteinander vermengen und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.
Den Teig auf ein Backblech auslegen und mit der Gabel mehrmals einstechen.
Zuerst den Speck darauf geben, danach den Lauch darüber verteilen. Die Käsemischung darüber geben und den Guss vorsichtig darüber giessen.

Im auf 220°C vorgeheizten Ofen circa 30 Minuten auf der untersten Rille backen.

Der Käsekuchen schmeckt auch kalt, oder kann allenfalls sogar tiefgefroren werden und eignet sich dann prima für einen schnellen Lunch.

En Guete! Käsekuchen2

Cottage Pie – mit ungarischer Note

CottagePie

Schon ist wieder eine Woche vergangen und ich sitze zum Glück an meinem Laptop. Dieses Rezept habe ich schon länger einmal vorbereitet gehabt, deshalb ist es ideal für den heutigen Post! Das Wetter heute ist noch nicht so klar.. Wenig Sonne wenig Wolken.. Soll ich Langlaufen gehen? Oder soll ich doch noch einen Kuchen backen? Ich liebe meine Sonntage, ich kann in den Tag leben ohne Verpflichtungen ohne Stress, so wie es mir behagt. Seit ein paar Wochen haben mein Freund und ich begonnen am Wochenende Smoothies zuzubereiten für das Frühstück. Die Rezepte zu den bereits ausprobierten Smoothies folgen dann auch noch … Aber zuerst zum heutigen Rezept:

Der Cottage Pie erinnert mich an meine Kindheit und an meine Grossmutter, die das Gericht sehr gerne gegessen hat. Als ich nun in meinem eigenen Heim noch übriges Hackfleisch hatte überlegte ich was ich damit machen könnte. Und da ich ja ein riesen Fan von Gerichten aus dem Ofen bin war der Cottage Pie relativ naheliegend. Es gibt nicht besseres als am Mittag nach Hause zu kommen und die Wohnung duftet bereits nach einem herrlichen Gericht – weil ich den Ofen jeweils auf meine Mittagspause terminiere.

Ich gebe dem Cottage Pie jeweils eine ungarische Note indem ich original ungarische Paprikapaste in die Fleischsauce gebe und mit mildem ungarischen Paprikapulver abschmecke. Meine Mutter ist ursprünglich aus Ungarn und alleine der Geruch von Paprika lässt mein Herz höher schlagen. Ich muss sagen, dieser „neue“ Cottage Pie schmeckt ausgezeichnet und lässt sich wunderbar vorbereiten.

500g Rindshackfleisch
400g Pelati
1dl Bouillon
2-3 EL ungarische Paprikapaste
Salz, Pfeffer, Paprikapulver
Stocki, 1 Päckli, Zubereitung gemäss Packung

Das Hackfleisch anbraten, mit Bouillon und Pelati ablöschen und circa 10 Minuten köcheln lassen. Mit Paprikapaste und den Gewürzen gut abschmecken.

Danach den Kartoffelstocki gemäss Packung zubereiten. Die Hackfleisch Sauce in eine ausgebutterte Gratinform füllen und mit dem Kartoffelstock vorsichtig komplett bedecken. Reibkäse darüber streuen und bei 200°C in der Offenmitte ungefähr 30-35 Minuten backen.

Das Foto ist leider nicht besonders gelungen – aber verlasst euch auf den Gaumen!CottagePie