Lebkuchen – im Glas

Lebkuchen

Der Lebkuchen gehört für mich zur kalten Jahreszeit, zum Advent, zu Weihnachten. Allerdings bin ich beim Lebkuchen etwas heikel. Ich mag eigentlich nur das eine Rezept, das meine Mama schon gebacken hat. Luftig, aromatisch und überall ein Renner! Der Duft von Lebkuchen steigt mir sofort in die Nase, wenn ich nur schon an den Lebkuchen denke. Da nicht alle in meinem Freundeskreis das Backen für sich entdeckt haben habe ich bei einem Freund etwas nachgeholfen .. Ich wusste noch vom letzten Jahr, dass der Lebkuchen sein absoluter Lieblingskuchen war und sein Geburtstag stand vor der Türe.. Ein Lebkuchen backen? Nein, es war nun wirklich noch nicht die richtige Jahreszeit.. Na dann – ab ins Glas mit dem Lebkuchen! Er wird es wohl schaffen ein wenig Milch und Öl dazuzugeben und der Backofen macht seine Arbeit sonst ja alleine.

Lebkuchen

Rezept für ein 1 Liter Glas (Blech ca 30x30cm)

  • 375g Ruchmehl
  • 300g Rohzucker (gemahlen oder grob)
  • 0.75 P Backpulver
  • 1.5 EL Kakaopulver
  • 1.5 EL Lebkuchengewürz

Die trockenen Zutaten abwechslungsweise ins Glas schichten. Beim Mehl und beim Zucker kann man gerne abwechseln.
Alle trockenen Zutaten aus dem Glas nehmen und gut vermengen.

  • 4.5 dl Milch
  • 1.5 EL Öl

Die flüssigen Zutaten dazugeben und alles zu einem flüssigen Teig vermengen. Das Blech mit Backpapier auslegen und auf der zweituntersten Rille bei 200°C  circa 30 Minuten backen.
Der Lebkuchen kann nun je nach Vorliebe mit weisser Glasur dekoriert werden.

Lebkuchen

Tipp: Der Teig eignet sich auch hervorragend für Muffin-Förmchen – so dass jeder seinen eigenen kleinen Lebkuchen hat.

En Guete! Und eine schöne Vorweihnachtszeit …

Schokoladen Chüechli mit Kirschen

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Ich versprach während meiner arbeitsfreien Zeit mehr Zeit für euch zu haben.. Nun ja – ehrlichgesagt stehe ich zwar oft in der Küche und zaubere leckere Sachen. Aber die übrige Zeit bin ich dauernd unterwegs und die Rezepte müssen deshalb ein bisschen Geduld haben. Da wir bald umziehen bin ich laufend meinen Tiefkühler am aufessen. Ich hatte noch rund 5 kg gefrorene, entsteinte Davoser Kirschen. Also beschloss ich etwas mit Kirschen zu backen. Ich hatte schon seit langem ein Rezept beiseite gelegt für Schokoladen Chüechli mit Kirschen…

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Eigentlich und grundsätzlich sträube ich mich vor Rezepten, in denen Eigelb und Eiweiss getrennt verarbeitet werden – weil ich einfach zu faul bin Eisschnee zu schlagen und ihn danach unter den Teig zu ziehen. Aber ich hatte ja Zeit und ausserdem konnte ich an diesem Tag auch mit jede Menge Geduld auffahren. Ich glaube, nur weil ich sehr geduldig war und das Rezept mit viel Liebe zubereitet habe ist es so gut gelungen. Die Mühe lohnt sich extrem. Als ich die Küchlein aus dem Ofen nahm stellte ich zwar fest, dass ich ein wenig zu kleine Förmchen verwendet hatte oder einfach nur zu viel Teig hatte, aber als ich ein Chüechli probierte war ich hin und weg. So saftig und schokoladig, richtig feucht und überhaupt nicht brösmelig. Wow, wie im Restaurant! Idealerweise bäckt man die Chüechli in kleinen, feuerfesten Gläschen und löffelt sie danach aus. Muffinförmchen sind eher weniger geeignet.

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Rezept:

  • 150g dunkle Schokolade
  • 6 Eier
  • 150g Zucker
  • 220g Butter, weich
  • 30g Puderzucker
  • 45g Maizena (Maisstärke)
  • 75g gemahlene Mandeln (oder Haselnüsse)
  • 200g entsteinte Kirschen

Die Schokolade schmelzen. Die Butter in Stücke schneiden und warten bis sie weich ist. Die Eier trennen. Das Eigelb und den Zucker schaumig rühren. Die Butter hinzugeben und weiterrühren bis sich die Butter homogenisiert hat. Danach die flüssige Schokolade hinzufügen und ebenfalls alles gut mischen.

Den Ofen auf 180°C vorheizen. Das Eiweiss mit dem Puderzucker steif schlagen. Die Maizena, das Mehl und die gemahlenen Mandeln abwägen und parat stellen. Nun nach und nach, abwechslungsweise das Mehl, die Maizena, die Mandeln und das Eiweiss vorsichtig unter die Masse heben. Ganz zum Schluss noch vorsichtig die Kirschen in die Masse mischen. Laut dem Rezept reicht die Masse für 8 Förmchen à 1.5 dl. Ich füllte sie in 12 Muffinförmchen, hätte aber besser weniger Masse hineingefüllt, da die Chüechli auch aufgehen.

Nun in der Ofenmitte circa 20-25 Minuten lang backen. Mit Puderzucker bestreuen und geniessen … Mhmmm en Guete !!!

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Vanille Mandel Cupcakes

Vanille Mandel Cupcake

Mein bisheriges Verhältnis zu Cupcakes war eher fasziniert aber distanziert. Ich finde es wunderschön, wenn man Muffins in Cupcakes verwandelt mit wunderschönen, präzisen und aufwändigen Dekorationen. Da es mir ein bisschen an Fingerspitzengefühl fehlt wagte ich mich nie an Cupcakes. Bis heute. Also Cucpakes ist wahrscheinlich übertrieben. Ich setzte einfach ein kleines Topping mit einer Tülle auf meine Muffins. Aber es sah entzückend, herzig aus und meinem Freund schmeckte die Buttercreme vorzüglich.

Ich hatte schon lange keine Muffins mehr gebacken obwohl ich ein super Muffin-Blech habe: Förmchen rein, Teig rein und backen. Immer prima für 12 Stück. Dieses Wochenende wollte ich nicht extra noch einmal Einkaufen gehen und suchte mir in meinem Ordner deshalb ein Rezept für welches ich alle Zutaten zu Hause hatte.

Ach übrigens, auch hier habe ich mich nicht strikt an ein bestimmtes Rezept gehalten sondern wieder ein klein wenig gemischt.. Mein Mut steigt!

Dann nix wie los:

Zutaten:

Teig:Vanille Mandel Cupcake

  • 150 g Butter, weich
  • 150 g Rohzucker
  • 2 Eier
  • 1 EL Vanille-Extrakt (oder 1 ausgekrazte Vanilleschote)
  • 180 g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 150g gemahlene Mandeln
  • 1 dl Milch

Topping:

    • 120 g Butter, weich
    • 60 g Puderzucker
    • 4 TL Vanilleextrakt

Butter mit Zucker schaumig rühren und die Eier einzeln dazugeben. Alles gut vermengen. Vanille Extrakt dazugeben. Mehl und Backpulver sieben, mit den gemahlenen Mandeln mischen und zur Masse dazugeben. Milch zur Masse geben und alles gut verrühren. Ein Weilchen stehen lassen.

Backofen auf 180°C vorheizen und die Muffins in der Ofenmitte circa 25 Minuten backen. Muffins auskühlen lassen.

Für das Topping die weiche Butter mit dem Puderzucker und dem Vanilleextrakt vermengen und kühl stellen. Mit einer Spritztülle auf die Muffins spritzen.

En Guete !!   Vanille Mandel Cupcake

Sauerkirschen Schokoladen Cake

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Meine lieben Leser…Von meiner Kündigung habe ich euch schon berichtet. Meine Büro-Menschen fragten mich was ich denn am Liebsten machen würde – so antwortet ich „kochen und backen.. den ganzen Tag in der Küche stehen.. einkochen.. “ – „Werde doch Mami?“ Ja – aber was meint mein Mann dazu? Wir warten also noch ein wenig bevor ich auch Baby-Brei koche 🙂 Ich freue mich aber sehr auf die freie Zeit, wo ich ein bisschen mehr für euch zaubern kann.

Ich bin ja nicht so der experimentierfreudige Typ. Da ich vor gut 5 Jahren noch überhaupt nicht backen oder kochen konnte hielt ich mich bis anhin jeweils strikt an ein Rezept. Mittlerweile experimentiere ich beim Kochen, aber noch nicht beim backen. Als ich allerdings daran dachte, bei meinem Apfel Birne Schokoladen Cake die Äpfel und Birnen durch Sauerkirschen zu ersetzen suchte ich im Internet noch ein bisschen nach weiteren Rezepten und siehe da. Auf meinem Lieblingsblog: „Ma vie est délicieuse“ erschien sogleich ein Rezept mit Sauerkirschen und so kombinierte ich die beiden Rezepte. Der Cake war natürlich viel zu gross für mich und meinen Freund, so brachte ich am nächsten Tag meinen Lieblings-Büro-Menschen noch jeweils ein Stück mit.

Lieblings-Büro-Mensch 1 dachte zuerst, die Sauerkirschen seien überflüssig, musste aber gestehen, dass die dem Cake das gewisse Etwas verliehen. Ich war super zufrieden mit dem Ergebnis – genau so mag ich Kuchen – saftig, nicht zu trocken und super im Geschmack.

Da ich morgen bei meinem Gotti zum Mittagessen eingeladen bin habe ich heute schon einen Cake gebacken. Der lässt isch super vorbereiten und mitbringen. Mal schauen, was meine Tante & Onkel zum Ergebnis meinen.

Ich verwendete Sauerkirschen aus dem Glas. Es ist relativ schwierig hier bei uns in den Bergen Sauerkirschen frisch zu finden oder zu ergattern und ein Glas Sauerkirschen, entsteint und gezuckert, habe ich immer zu Hause. Denn wenn immer ich im Österreich oder in Deutschland bin kaufe ich ein paar Gläser auf Vorrat, da es diese bei uns in der Schweiz nicht zu kaufen gibt. Ausserdem ersetze ich immer öfters den normalen Kristallzucker durch Rohrzucker. Meiner Meinung nach werden die Kuchen dann einen Tick weniger süss – was mir sehr zusagt. Auf die Butter möchte ich aber bis jetzt noch nicht verzichten :-).

Zutaten:
– 175 g Butter, weich
– 200 g Rohzucker
– 1/2 Päckchen Vanillezucker
– 3 Eier
– 300g Mehl
– 1 TL Backpulver
– 100g gemahlene Haselnüsse
– 100g Schokoladenwürfel
– 350g Sauerkirschen (netto)

Butter mit Zucker und Vanillezucker in der Küchenmaschine mit dem Schwingbesen schaumig rühren. Die 3 Eier einzeln dazugeben und gut vermengen. Das Mehl und das Backpulver sieben und mit den Haselnüssen mischen. Zur Masse dazurühren. Schokowürfel dazurühren. Die Sauerkirschen ganz am Schluss langsam unter den Teig heben.
Backofen auf 180°C vorheizen. Cakeform von 30cm mit Backpapier auslegen oder einfetten. Masse einfüllen und auf der untersten Rille circa 60 Minuten backen.

Auskühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.

En Guete! SauerkirschenCake2

PS: Meinen Lieblings-Büro-Menschen werde ich vermutlich auch später noch ab und zu ein Stück Kuchen ins Büro kommen lassen…

Erdbeer Rahm Biskuit

  Endlich ist es soweit und wir konnten unserem Garten wieder etwas Farbe verleihen indem wir unsere Blumenkisten bunt bepflanzten. Mein Freund pflanzte und ich zauberte etwas Süsses für den Nachmittag. Den Wusch eines Schokoladenkuchens schlug ich aus, da die Erdbeersaison ja nicht ewig dauert. Ich entschied mich für das Erdbeer Biskuit, weil dieses Rezept im Backbuch meiner Oma zuvorderst lose hinausfiel und sie dieses Rezept schon unzählige Mal gemacht hatte.

Es war ein Frühlingstag wie aus dem Bilderbuch, die Wäsche trocknete im Freien, alles wurde bepflanzt, wir assen Erdbeeren und grillierten zum Abschluss ein leckeres Steak.   Doch nun zum Rezept:

Biskuit:
90g Zucker
3 Eier – getrennt
2 EL heisses Wasser
1 Bio Zitrone (Abrieb der Schale)
1 EL Zitronensaft
1 Prise Salz
1 EL Zucker
70g Mehl (gesiebt)

Füllung:
2dl Rahm, steif geschlagen
200g Erdbeeren
1 EL Puderzucker
+ Puderzucker zum Bestäuben
200g Erdbeeren

Ofen auf 240Grad vorheizen.
Die Eier voneinander trennen, Eiweisse zum steif schlagen beiseite stellen. Eigelbe mit Zucker und Wasser verrühren bis die Masse hell ist. Zitronenschale und -saft dazugeben.
Die Eiweisse mit dem Salz steif schlagen und den Zucker beigeben, weiterschlagen bis die Masse glänzt. Das Mehl und das Eiweiss abwechslungsweise zur Eigelb-Masse geben und vorsichtig unterheben.
Die ganze Masse auf einem mit Backpapier belegten Blechrücken ausstreichen und circa 5 Minuten in der Ofenmitte backen.

Wichtig: Das Biskuit sofort nach dem backen auf ein anderes Backpapier stürzen. Das obere Backpapier vorsichtig abziehen und das Biskuit mit dem umgekehrten Bleck bedecken.

Das Buskuit auskühlen lassen. Danach die Ränder abshneiden und das Biskuit in der Hälfte teilen. Die eine Hälfte mit dem Erdbeer Rahm bestreichen und die zweite Hälfte am Schluss darüber legen. Das ganze mit Puderzucker bestäuben und voilá – ein fruchtiges, sommerliches Dessert ist gezaubert.  

Das Rezept berechnet sich eigentlich für 4 Personen, das erscheint mir eher knapp. Wir zwei assen 2/3 am Nachmittag und den Rest heute als Dessert…

En Guete!